nasendusche

Wie Ihnen eine Nasendusche noch heute helfen kann sich besser zu fühlen

Eine Nasendusche spült die Nase mit Salzwasser. Hierbei wird eine isotonische Kochsalzlösung in ein Nasenloch eingefüllt. Die Flüssigkeit umspült die Nasenscheidewand und läuft anschliessend zum anderen Nasenloch wieder heraus.

Somit werden Schleim und Erreger aus der Nase gespült. Deswegen haben sie dann keine Wirkung mehr auf die Schleimhäute. Somit werden die anfangs genannten Symptome vermindert. Zudem wird die Nasenschleimhaut befeuchtet und schwillt ab. Erwachsene, sowie Kinder und Babys profitieren gleichermaßen von den positiven Effekten der Nasendusche.

Eine Nasendusche bekämpft die folgenden Beschwerden

Eine Nasendusche kann grundsätzlich jederzeit und von jedem verwendet werden. Insbesondere ist sie geeignet bei:

  • Allergien, wie zum Beispiel Pollenallergie/Heuschnupfen oder Hausstauballergie
  • Erkältung, Schnupfen, Grippe
  • Akute und chronische Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis bzw. Rhinitis allergica)
  • Mittelohrentzündung
  • Starker Staub- und Schmutzbelastung
  • Trockener Nasenschleimhaut
  • Schnarchen

 

Bei Heuschnupfen

Visualisierter Pollenflug

Wer beispielsweise unter Heuschnupfen leidet, atmet tagsüber Pollen ein, die sich in der Nase festsetzen. Diese sorgen selbst nach dem Betreten des (pollenfreien) Innenraumes für anhaltende Beschwerden.

Beispiele sind eine verstopfte Nase, Nasenjucken oder Niesattacken. Mit einer Spülung der Nase, werden die Verursacher dieser Symptome effizient und schonend aus der Nase gespült. Im Anschluss kann endlich frei durchgeatmet werden.

Bei Hausstauballergie

Nasendusche bei Hausstaub-AllergieHausstauballergiker reagieren allergisch auf den Kot von Milben. Diese leben bevorzugt in Matratzen und Bettwäsche. Daher werden die Erreger vor allem nachts inhaliert. Betroffende Menschen haben daher oft morgens eine verstopfte Nase, sowie Niesattacken. Eine daraufhin durchgeführte Nasendusche schwemmt die Erreger sanft aus der Nase. Danach können Sie unbelastet in den Tag starten.

Bei Schnupfen und Erkältung

Nasendusche bei Schnupfen und ErkältungBei einem Schnupfen oder einer Erkältung ist die Nase oft vollständig mit Schleim  blockiert. Häufiges Naseputzen hilft nur bedingt. Das Schneuzen reizt die Nasenschleimhäute sowie die äußere Haut der Nase. Ein einmaliges Nasespülen befördert den gesamten Inhalt nach außen. Danach können Sie lange Zeit frei durchatmen und brauchen keine Tempos mehr. Setzt sich diese Nase wieder zu, die Spülung wiederholen.

Zur Befeuchtung der Schleimhäute und zur Vorbeugung

Nasendusche zur Befeuchtung der SchleimhäuteDoch selbst falls keine akute Krankheit bzw. Symptome eine Allergie vorliegen, liefert eine regelmäßig durchgeführte Nasenspülung Vorteile. Insbesondere im Winter sind die Schleimhäute durch die trockene Heizungsluft ausgetrocknet und anfällig für Infektionen. Durch die Spülung werden die Schleimhäute befeuchtet und können widerstandsfähiger gegen das Eindringen von Erregern werden. Erkältungen wird ggf. vorgebeugt.

 

Tipps zur Anwendung

Richtige Anwendung der NasenduscheUnabhängig vom gewählten Modell müssen Sie vor der Anwendung der Nasendusche zunächst die Spüllösung herstellen. Hierbei ist entscheidend, dass das Mischungsverhältnis Salz/Wasser exakt dem einer isotonischen Kochsalzlösung entspricht.

Verwenden Sie hierzu am besten die vorportionierten Salzpackungen der diversen Hersteller. Die hierin enthaltene Menge Salz ist genau auf die Füllmenge der entsprechenden Nasendusche abgestimmt. Auf diese Weise stellen Sie in kurzer Zeit, die passende Lösung her. Möchten Sie hingegen etwas Geld sparen, können Sie das Salz auch selbst dosieren.

 

In acht Schritten zur freien Nase
  • Lauwarmes Leitungswasser  in die Nasendusche einfüllen. Je nach Modell entweder bis diese voll ist, oder bis zur entsprechenden Füllhöhenmarkierung
  • Vorportioniertes Salz einfüllen
  • Nasendusche verschliessen und schütteln
  • Kopf zur Seite neigen, Einfüllstutzen an einer Nasenöffung ansetzen und den Durchfluss starten (Modellabhängig z.B. durch Betätigen eines Ventils)
  • Mund weit öffnen, dies verhindert, dass das Salzwasser in den Rachen läuft. Durch den Mund atmen
  • Lösung durch die Nase laufen lassen (über dem Waschbecken)
  • Nase trocken tupfen, bzw. durch Schneuzen vom verbleibenden Wasser befreien
  • Nasendusche mit Leitungswasser reinigen. Einige Modelle sind spülmaschinenfest.

 

Reinigung

Um den eigenen Körper vor Keimen zu schützen sollte man die Nasendusche regelmäßig reinigen.

  • Vor und nach jeder Anwendung den Behälter mit fließendem, warmen Wasser waschen
  • Zwischen den Einsätzen die Dusche trocknen lassen
  • Bei 60 Grad in die Spülmaschine
  • Kochen in Essigwasser beseitigt Salz- und Kalkablagerungen (Hitzebeständiges Material vorausgesetzt)

 

Keimfreiheit sicherstellen

Meist wird für die Spülung Leitungswasser verwendet. Leitungswasser kann jedoch Bakterien, Pilze, Viren und Amöben enthalten. Wird Leitungswasser getrunken kann der Magen diese Keime effektiv bekämpfen. Der Nase stehen diese Abwehrmechanismen nicht zur Verfügung.  Aus diesem Grund empfiehlt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine der folgenden Methoden um sich abzusichern:

  • Destilliertes Wasser verwenden
  • Das Leitungswasser 3/5 Minuten abzukochen
  • Das Leitungswasser mit einem Filter der Porengröße 1um zu filtern.

Viele Leute spülen ihre Nase über viele Jahre täglich mit normalem Wasser auf der Leitung und haben keine Probleme. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, kann eine der genannten Maßnahmen einsetzen.

 

Fragen und Probleme bzgl. der Durchführung

“Das Wasser fließt nicht durch”

Es kann passieren, dass die Nasenspüllösung trotz geöffnetem Ventil nicht durch die Nase fliesst oder nur einseitig funktioniert. In diesem Fall können Sie durch leichtes Drücken auf den Behälter den Druck etwas erhöhen. Falls es dennoch nicht klappt, einfach zu einem späterem Zeitpunkt noch einmal versuchen.

“Es brennt und tut weh”

Wenn die Spüllösung in der Nase brennt oder sich unangenehm anfühlt, wurde entweder zu viel oder zu wenig Salz verwendet. In diesem Fall die Lösung, unter Beachtung des genauen Mischungsverhältnisses, noch einmal anfertigen. Ist das Mischungsverhältnis falsch, wird die Nasenschleimhaut geschädigt.

“Wo spült die Nasendusche?”

Das Wasser läuft zu einem Nasenloch hinein und aus dem anderen heraus. Hierbei werden die in der Nase befindlichen Schwellkörper (Nasenmuscheln) umspült und somit schonend von Allergenen und Schmutz entfernt. In Folge schwellen sie ab.

“Soll ich die Nasenlöcher wechseln?”

Nach dem Aufbrauchen der Hälfte der Spülflüssigkeit, das Nasenloch wechseln. Alternativ eine komplette Füllmenge pro Nasenloch verwenden.

“Wie oft sollte die Nase gespült werden?”

Wie oft sollte eine Nasendusche verwendet werden? Abhängig vom Anwendungsfall, kann eine Nasendusche zeitlich begrenzt oder auch dauerhaft verwendet werden. Bei einer dauerhaften Anwendung kann mehrmals täglich oder auch nur wöchentlich gespült werden.

Häufig wird gefragt, ob die Nase zu oft gespült werden kann. Viele HNO-Ärzte sagen, dass eine Nasendusche problemlos täglich und dauerhaft eingesetzt werden kann. Auf der anderen Seite gibt es Stimmen die vom Dauergebrauch abraten und Situationen nennen in denen man keien Nasendusche machen sollte. Zum Beispiel empfiehlt die Deutsche Lungenstiftung eine Spülung der Nase nur über einen Zeitraum von bis zu einer Woche. (Siehe hierzu die Meldung von Lungenärzte-im-Netz) Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren behandelnden Arzt befragen.

Die Häufigkeit der Anwendung hängt vom Krankheitsbild ab:

  • Allergien: Nach dem Kontakt mit dem auslösenden Stoff spülen. Im Fall von Heuschnupfen also typischerweise nach der Rückkehr nach Hause, vor dem Zubettgehen. Bei einer Hausstauballergie empfiehlt sich eine morgendliche Reinigung der Nase
  • Akute Erkältung, Schnupfen, Grippe: Ein- bis mehrmals täglich
  • Zur Vorbeugung: Einmal täglich bis einmal wöchentlich
“Was bringen Nasenduschen?”

Sie befreien die Nase effektiv von Allergenen, Schmutz und Schleim. Somit bewirken Sie eine Reinigung der Nase und eine Milderung von Krankheitssymptomen wie verstopfte Nase oder Niesen.

“Wann sollte ich keine Nasendusche benutzen?”

Die Nasendusche sollte nicht benutzt werden, wenn die Anwendung nicht klappt oder weh tut. Wenn Ihr Arzt Ihnen von der Spülung abrät, sollte sie ebenfalls nicht vorgenommen werden.

 

Anwendung am Beispiel der Emser-Nasendusche

Quelle: Emser

 

 

Wo kann ich eine Nasendusche kaufen?

Nasenduschen gibt es in jeder Drogerie sowie Apotheke. Sie können sie zum Beispiel dm, Müller, oder Rossmann bekommen. Doch auch im Internet, zum Beispiel bei Amazon, können Sie erworben werden. Inzwischen gibt es viele Anbieter und Bauformen von Nasenduschen. Für den Laien ist es schwierig sich einen Überblick zu verschaffen und eine passende herauszusuchen. Wir haben daher einen Vergleichstest durchgeführt und verschiedene Modelle getestet.

 

Wo bekomme ich das Salz für eine Nasendusche?

Als Anwender fragt man sich natürlich, welche Art von Salz man am besten verwendet. Es wird empfohlen, die vorportionierten Salzbeutel der diversen Hersteller von Nasenspülsalz zu verwenden. Die Dosierung ist hierdurch einfacher und schneller. Das ist vor allem auf Reisen wichtig. Ein falsches Mischungsverhältnis von Salz zu Leitungswasser wird außerdem ausgeschlossen.

Ist die Salzkonzentration falsch, wird der Nasenschleimhaut entweder Wasser entzogen und diese trocknet aus, oder es wird Wasser eingelagert, wodurch die Schleimhäute anschwellen.

Die Salzbeutel können Sie zum Beispiel bei dm, Rossmann, in der Apotheke oder bei Amazon kaufen. Beliebte Hersteller sind unter anderem emser und emcur.

Möchten Sie das Salz dennoch selbst dosieren, folgen Sie einfach der folgenden Anleitung.

Eigene Herstellung von Nasenspülsalz

Das Salz selbst dosieren und ab heute Geld sparen
  • Das Mischungsverhältnis muss isotonisch sein. Das heißt die Salzkonzentration sollte dem Salzgehalt  im menschlichen Blut entsprechen. Dies sind 9g Salz pro Liter.
  • Für eine Spülung benötigen Sie etwa 250ml Flüssigkeit. Mischen Sie entsprechend 250ml Leitungswasser mit 2,25g Salz.  Für 300ml Flüssigkeit werden 2,7g benötigt. (Ein gestrichener Teelöffel Salz entspricht ca. 4g)
  • Verwenden Sie idealerweise Salz ohne Jod, Flourid, sowie Trenn- und Rieselhilfen (z.B. Natriumferrocyanid)
  • Vermeiden Sie eine Lagerung der fertig angerührten Lösung. Idealerweise mischen Sie die das Salzwasser für jede Spülung neu zu. So wird eine Keimbildung verhindert
  • In speziellen Fällen wie beispielsweise nach einer Nasen-OP empfiehlt es sich eine sterile Lösung zu verwenden. Hierzu das Wasser im Vorfeld abkochen. Bitte mit dem behandelndem Arzt abstimmen.

 

Welche Nasendusche ist die richtige für meine Bedürfnisse?

Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Modelle zu geben haben wir einen Nasenduschentest durchgeführt.